John Quincy Adams, Werkschau John Quincy Adams, Bilder von John Quincy Adams

Studienblatt zur Kaiserjägerhuldigung 1916

Portrait und Adjustierungsstudie zum Gemälde Kaiserjägerhuldigung.
Links ¾ Portaitstudie Oberst Fischer von See, seine rechte Hand zum Gruss erhoben. Rechts oben Kopfportrait Profilansicht von links, Oberleutnant Friedrich Stolz (Bezeichnung OBERL. STOLZ von fremder Hand?), darunter Fußbekleidungsstudie eines Kaiserjäger Offiziers (Fischer von See?).

Öl auf Leinwand, Abmessungen unbekannt
Signatur: John Quincy Ɑdams
Unbekannter Besitzer/Standort
S/W Reproduktion, Orginalquelle unbekannt, APH 1995, S.130.

Oberst August Moriz Josef Fischer von See 7.1.1866 Zadar bis 10.11.1916 Pasubio (s. seinen Katalogeintrag).
Oberleutnant Friedrich Stolz, 3. Kaiserjägerregiment, biographische Daten unbekannt, aber ca. 1895 bis 1917?
Fähnrich Friedrich Stolz wurde im April 1914 zum Leutnant und vor Mai 1915 zum Oberleutnant befördert. Im Februar 1915 wurde er mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet, im August 1915 wurde ihm durch den Kaiser die „Allerhöchste lobende Anerkennung für tapferes Verhalten vor dem Feinde“ ausgesprochen. Im September 1915 verwundet. Im Herbst 1916 mit dem 3. Kaiserjägerregiment (unter dem Kommandanten Oberst August Fischer von See) in Stellungen am Pasubio in Trento, Italien. Unklare Meldungen sprechen davon, dass er mglw. im Jänner 1917 gefallen, bzw. in Kriegsgefangenschaft geraten ist. Danach gibt es keinerlei weiteren Hinweise zu ihm.

Die vorliegenden Ölskizzen dienten als Vorbereitung des Monumentalgemäldes Kaiserjägerhuldigung, die Adams im Herbst 1916 an der Dolomitenfront am Pasubio Pass angefertigt hat. Die Portraitskizze des August Fischer von See’s war wohl die Vorlage zu dessen Portrait, das Adams ebenfalls 1916 angefertigt hat (s. dessen Katalogeintrag). Die Kopf-Profilskizze des Oberleutnants Friedrich Stolz (der in der Kaiserjägerhuldigung nicht abgebildet ist) ist das einzige verbliebene Zeugnis seiner Existenz, die sonst dem Vergessen der Geschichte anheimgefallen wäre. Die Schwarz-Weiß Reproduktion ist dem Werksverzeichnis APH 1995, S.130 entnommen. Deren Quellenangabe Künstlerhausarchiv konnte nicht bestätigt werden, auch die Datierung um 1915 ist zu früh, da die Skizzen erst im Herbst 1916 entstanden sind. Das Skizzenblatt ist eines der wenigen erhaltenen Blätter des Künstlers, die dokumentieren wie gründlich er seine Bilder mittels Skizzen und Studien vorbereitet hat, und dadurch von besonderem Wert.

Ausgestellt

Literatur

APH, Werksverzeichnis JQA 1995, S. 130, Kat.#98, Abb.#69.

Provenienz

Unbekannt.
Standort/Besitzer unbekannt.

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