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Beim Kesselreinigen 1903

Eine Frau in holländischer Tracht mit hellem Rock und dunklem Oberteil sowie einer weißen Haube sitzt auf einer Bank vor einem Haus. In den Händen hält sie einen runden Kessel, dessen Rand sie mit ihrer linken Hand fest hält und dessen Inneres sie mit einem hellen Tuch poliert. Links neben ihr wartet ein weiteres großes Gefäß darauf, gereinigt zu werden. Am Boden vor ihr liegt ist ein metallischer Gefäß-Deckel mit Griffknauf. Im Hintergrund ist der Hauseingang sowie ein Fenster, unter dem sich ein runder Ring befindet, angedeutet. Im linken Bildhintergrund werden schemenhaft Fischerboote im Hafen sichtbar.

Pastell auf Papier 62 x 47 cm
Signatur: John Q. Ɑdams 903
Abbild: Auktionskatalog Dorotheum Wien 13.3.1919 Lot 80
Werk verschollen.

Diese holländische Pastellstudie, die sicherlich im Fischerdorf Volendam unweit Amsterdam entstanden ist, ist lediglich durch eine Abbildung des Auktionskatalogs der Versteigerung im Dorotheum Wien vom 13.3.1919 (Lot 80) dokumentiert und ist seither verschollen. Der helle Grundton der Abbildung sowie die Pastelltechnik legt eine helle pastell-farbene Farbgebung (etwa wie im Bild Angelus aus 1901, s. Querverweise) nahe. Das Bild wurde im Auktionskatalog mit „Die Federschleißerin“ betitelt, ein Titel, der auch im APH Werksverzeichnis übernommen wurde, das aber in der Bildbeschreibung vom Rupfen einer Gans spricht. Beide Interpretationen halten einer Überprüfung nicht stand. Die Technik des Federschleißens (die Teilung von Gänsefedern zur Herstellung von Daunen, die als Bettwäsche-Füllung dienen) erfordert erstens den Gebrauch beider Hände und kann sinnvollerweise nur auf einem Tisch in einem Innenraum erfolgen. Auch sind im hochauflösenden digitalisierten Bild des Auktionskatalogs weder eine Gans noch Federn ersichtlich. Als Bildtitel für den Katalog wurde deshalb die plausibelste Interpretation, nämlich die des Kesselputzens gewählt.

Querverweise

Angelus 1901

Ausgestellt

Literatur

APH, Werksverzeichnis JQA 1995, S. 50, Kat.19, Abb.10

Provenienz

Unbekannt.
Auktion Dorotheum Wien 13.3.1919 Lot 80.
Werk verschollen.

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