John Quincy Adams, Werkschau John Quincy Adams, Bilder von John Quincy Adams

Christine Baronin Fries-Tersch 1929


Dreiviertelportrait en face in stehender Haltung, die Arme vor der Brust gekreuzt, die rechte Hand den linken Oberarm haltend, Blick nach links gewandt, den Betrachter nicht ansehend. Stark stilisierter Landschaftshintergrund. Die Dargestellte trägt eine Kurzhaarfrisur mit Wellen, ein beiges tief-ausgeschnittenes Seidenkleid mit bronze-farbenen Seiden-Oberteil, an der rechten Hand einen Goldreif, am Ringfinger einen Ehering.

Öl auf Leinwand 122 x 83 cm
Signatur: John Quincy Ɑdams 1929
Privatbesitz Österreich.

Christine „Christl“ Baronin Fries-Tersch, geb. Ebert, wiederverh. Windischgrätz (21.10.1905 Wien bis 24.10.1987 Wien). Verheiratet in 1. Ehe (17.6.1927) mit Freiherr Theodor August von Fries-Tersch (1896-1963), gerichtlich getrennt 28.7.1931, kanonisch geschieden 25.5.1936. 2. Ehe (13.8.1936) mit Ludwig Aladár (Fürst von) Windischgrätz (12.4.1908 Sárospatak, HU bis 3.5.1990 Siggen, D); aus dieser Ehe zwei Söhne.

Eines der letzten glamourösen Damenportraits von Adams, bevor er in die USA übersiedelte. Im Künstlerhaus 1929 als Bildnis Baronin Fries erstmals ausgestellt (EL 81 1929/1930 #2575). Dies war auch die letzte Künstlerhausausstellung die Adams beschickt hat. Die warmen Braun- und Goldtöne der Farben und die distanzierte Haltung und der abgewandte Blick der Dargestellten geben dem Portrait einen besonderen Reiz. Kurz vor ihrem Tode gab Christine Fürstin Windischgrätz anlässlich der Eröffnung der 1986 Adams Ausstellung in der Akademie Schillerplatz ein Fernsehinterview, siehe auch ein Photo der 80-jährigen vor ihrem Portrait im Jahr 1986). Darin erklärt sie ihre Haltung mit der Distanz, die ein aus ihrer Sicht allzu heftiges „flirten“ von Adams während der Portraitsitzung in ihr ausgelöst habe. Das Ergebnis war jedenfalls eines der charismatischsten und unkonventionellsten Portraits von Adams, das auch gut den Zeitgeist der „wilden 20er Jahre“ einfängt. Dementsprechend wurde das Bild auch mehrmals in der Presse publiziert (u.a. im Wiener Salonblatt 27.4.1930, S.4).

Ausgestellt

1929 Künstlerhaus Wien (EL 81 1929/1930 #2575)

1986 Akademie Schillerplatz Wien, Wiener Gesellschaft im Portrait, Katalog Nr. 62.

Literatur

Schaffer/Eisenburger 1986, Ausstellungskatalog #62 (m.Farbabb.)

APH, Werksverzeichnis JQA 1995, S.221, Kat.#188, Abb.#127.

Provenienz

Dargestellte.
Deren Familiennachkommen,
Privatbesitz Österreich.

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